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Leben und Werk
"Erlebnisse und frühere Seereisen"
"Reise von Madras nach Ceylon"
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"Reise in einem Palankin"

Flucht entlang der südindischen Koromandelküste

Gefangener der Briten in Madras

Im Jahr 1806 erschien Haafners erstes Buch: die abenteuerliche Flucht über See im Jahr 1783 aus britischer Internierung in Madras auf die damals noch niederländische Insel Ceylon (Sri Lanka).

Noch mehr als auf die packenden Ereignisse an Bord und an Land schauen wir heute sozusagen "am Verfasser vorbei" auf die Lebensumstände der südindischen Gesellschaft, die er mit großer Sach- und Sprachenkenntnis darlegt.

Die bunte Gesellschaft der Europäer - der Briten, Niederländer, Franzosen, Deutschen und Dänen - wird ebenso geschildert wie die bis heute wenig beachtete Welt der Mischlinge in Asien und der Einheimischen. Haafner zählt hier zu den wenigen Zeitzeugen, der zudem flüssig und packend erzählt.


 

Rettung auf Karaitivu / Sri Lanka



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Südindien in den Kriegswirren

Die aufgewühlte militärisch-politische Szenerie entfaltet sich ebenso wie ein Detailbild des Alltagslebens in den dänischen, niederländischen und französischen Außenposten auf der indischen Süd- oder Koromandelküste.

In geradezu niederländischer Manier der Kleinmalerei lässt uns Haafner Begegnungen mit den indischen und europäischen Bewohnern dieser Weltgegend miterleben, deren Spuren sich bis heute dokumentarisch verfolgen lassen.

Vorurteilsfrei, offen und mit großem Interesse, dabei kenntnisreich und sprachgewandt führt der Autor durch die bis heute wenig verstandene Kultur und Alltagswelt Südindiens.


 

Verhandlungen mit einem Unterführer Hyder Alis



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Ein Multatuli der Aufklärung

Obwohl schon in den 40er Jahren ins Deutsche übersetzt, erscheint im Rahmen der Gesamtausgabe eine vollständige Übertragung, die auch die Original-Tamilbegriffe und -redewendungen enthält. Bildmaterial und ein ausführliches Personen- und Sachregister vervollständigen die Ausgabe.

Damit ist die Werkausgabe und zugleich die Lebensbeschreibung des Autors, die wohl eine der farbenfrohesten und ergreifendsten der frühen niederländischen Literaturgeschichte ist, zum ersten Mal in deutscher Sprache erhältlich.

Kenntnisreicher und tiefgründiger als Multatuli, aber radikaler und engagierter hat sich Haafner in den Dienst einer Aufklärung gestellt, die er emotional und schon frühromantisch verarbeitet - ein großer niederländischer Erzähler.

Der Band enthält darüber hinaus Transkription und Wiedergabe des bisher einzigen Manuskripts Haafners - ein Stammbuchblatt aus dem Jahr 1798.

Jacob Haafner: Von Madras nach Ceylon.
Mit Abbildungen.Vollständige Ausgabe. Aus dem Ndl. übs. u. hgb. von Thomas Kohl.
Ca. 350 S., sw Abb. u. Karten. Mainz : Gutenberg Buchhandlung ca. Herbst 2006. (Haafners Reisen. Bd.2)
Zur Bestellung


 

Fort Tranquebar (Tarangambadi)



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Inhaltsverzeichnis

Erstes Kapitel: Lebensumstände des Autors – Abreise von Bengalen nach Nagapattinam – Ankunft und Aufenthalt dort – Anstellung auf dem Kompaniebüro – Schlechte Aussichten – Der adigar der Dörfer, Scheunemann – Die Handelsbücher der Kompanie – Gouverneur van Vlissingen – Verabschiedung aus dem Kompaniedienst – Abreise von Nagapattinam
Zweites Kapitel: Ankunft in Sadras – Nawab Haidar Ali Khan – Seine unversöhnliche Gegnerschaft zu den Engländern – Die Koalition gegen ihn – Sein Angriff auf das Karnatik – Verwüstung – Heimtückische Überrumpelung der holländischen Niederlassungen durch die Engländer – Sadras soll sich ergeben – Kapitulation
Drittes Kapitel: Einnahme von Sadras – Bubenstück des englischen Kommandanten Mackay – Zerstörung von Fort Sadras – Flucht aller Einwohner – Wir werden als Kriegsgefangene nach Madras geschickt
Viertes Kapitel: Madras – Mr. Frank – Sergeant Widder – Die East India Company – Herr de Souza
Fünftes Kapitel: Verheerender Krieg – Die Proviantflotte – Verhängnisvolle Verzögerung – Der Orkan und seine Vorzeichen – Die Vernichtung der Proviantflotte
Sechstes Kapitel: Die Hungersnot – Schauerliche Grausamkeit der Briten – Die tōni – Sabico – Ein entsetzlicher Anblick – Die Flaute – Verzweifeltes Vorhaben
Siebtes Kapitel: Abreise von Madras – Kanonenkugeln – Verhaftung
Achtes Kapitel: Mr. Hall – Verhör – Gouverneur Macartney – Briefe - Abreise
Neuntes Kapitel: Covelong – Die sieben Pagoden von Mahabalipuram – Begegnung mit einer Fregatte – Asyl in Sadras
Zehntes Kapitel: Das zerstörte Sadras – Die Bleichen – Die Indigofabrik – die tamilische Schule – Der Basar
Elftes Kapitel: Der curai-WaldAlltagsleben in Sadras – Schmerzliche Erinnerung und Vergleich mit heute – Eindruck von einer indischen Prozession – Der Pipalbaum – Beschreibung einer choultry – Der samnyāsin – Die Jagd, ein hässliches Vergnügen – Rührender Abschied – Barlou – De Lange – Seidler – Grässliche Entdeckung



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Zwölftes Kapitel: Abreise von Sadras – Der Sturm – Höchste Lebensgefahr – Wunderbare Rettung – Landung – Die Reiter – Einschiffung
Dreizehntes Kapitel: Die entdeckte List – Alamparvé – Die kattumarams – Gefangennahme durch die Reiter Haidar Alis – Der jāmadār – Rettung durch Kaltblütigkeit – Unverhoffte Begegnung – Der havildār Roshan Ali Khan – Abreise von Alamparvé
Vierzehntes Kapitel: Die Briefe von Lord Macartney – Entsprechender Beschluss des Autors – Die chialeng sinkt – Landung – Das Leck wird entdeckt – Wir stechen wieder in See – Pondicherry
Fünfzehntes Kapitel: Ankunft in Pondicherry – Verlassen der chialeng – Bewegter Abschied von der Mannschaft – Monsieur de Salmiac [Solminihac] – Zum letzten Mal: die englischen Briefe – Gastwirt Télémaque – Abreise von Pondicherry und Ankunft auf der Reede von Tarangambādi – Der kattumaram – Anna und ihre Mutter – Einzelheiten
Sechzehntes Kapitel: Heikle Lage der Dänen in Tarangambādi – Der Autor beschließt, die Küste zu verlassen – Der Graf von Bonvoux – Unerwartetes Vorhaben von Annas Mutter – Sie lässt die Tochter alleine reisen und bleibt zurück – Abschied
Siebzehntes Kapitel: Abreise von Tarangambādi – Hinterlistige Absicht der Engländer – Knapper Proviant – Schreckliches Erwachen – Gefahr! – Armselige Mahlzeit – Schäbiger Anschlag des Grafen auf Anna
Achtzehntes Kapitel: Anhaltende Windstille – Kampf mit dem Grafen – Erneuter wütender Angriff – Der Hai – Der eingejagte Schrecken – Der Wasserdieb: Verzweiflung bei den Ruderern – Traurige Aussichten, verzweifelte Betrachtungen
Neunzehntes Kapitel: Ein schrecklicher Traum – Frohes Erwachen – Vergebliche Hoffnung und haltlose Versprechen erwecken Misstrauen – Ängstliche Erwartung – Nur Luft und Wasser! – Schäbiges Verhalten des Grafen – Der entscheidende Augenblick – Unverhoffte Rettung
Zwanzigstes Kapitel: Landung auf der Insel Karaitivu – Der Wasserbrunnen – Mittagessen – Starrsinn des Grafen – Spaziergang – Wilder Kampf mit dem Grafen – Abreise von der Insel – Die Krönung meiner Liebe – Ankunft in Jaffna
Anhang
Zwei Malteser in Indien: Admiral de Suffren und Graf de
Bonvoux/de Bonvoust d'Aunay
Eine unbekannte Handschrift Jacob Haafners
Schiffstypen an der Koromandelküste
Bio-Bibliografie Jacob Haafner
Literaturverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Karten, Register



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